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[Up] #1
Kollemann
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Beigetreten: 30.08.2009 20:18:35
Beiträge: 6
Betreff: Unterschiedliche Bodenhöhen ausgleichen
Hallo zusammen,

wir haben vor kurzen eine Wand rausgemacht und die Zimmer verbunden

Nun haben die Böden unterschiedliche Höhen zum Flur, welcher die Ausgangshöhe

darstellt.

Einmal 2 cm und einmal 3 cm.

Beide Böden besitzen schon einen Estrich.

Mit was für einem Material überbrücke ich den Höhenunterschied ideal ?

Kann mann normalen Estrich für 2 cm nehmen oder sind 2 cm Schichtdicke zuwenig?

Muss mann in die 2 bis 3 cm auch eine Stahlestrichmatte einlegen ?

Muß es Estrich sein, oder kann auch was anderes Drauf ?

PS: Ob nacher Laminat draufkommt oder gefleißt wird ist noch nicht entschieden.

Für eure Tips an der Stelle schon dickes Danke !
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[Up] #2
chuck
Alter Hase
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Beigetreten: 03.06.2008 10:29:32
Beiträge: 997
Betreff: AW:
Bei 2-3 cm muß man Ausgleichmasse nehmen. Estrichbeton muß eine mind.stärke von 5 cm haben dammit er nicht bricht beim drüberlaufen.
Alternativ vorm Fliesenlegen kann man in benötigter stärke Wedi-Platten verlegen.
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[Up] #3
Kollemann
Neu hier
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Beigetreten: 30.08.2009 20:18:35
Beiträge: 6
Betreff: AW:
Hallo nochmal,

Ausgleichsmasse ist ein verhältnissmäßig teuerer Spass.

Kann auch Fliesestrich genommen werden ?

Jetzt mal ne dumme Frage, wieso kann Estrich brechen , wenn er als Untergrund
doch eine feste Unterlage hat.



Gruss Kollemann
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[Up] #4
Mörtelman
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Beigetreten: 31.08.2009 20:33:51
Beiträge: 2
Betreff: Estrich auf Estrich
Hallo Kollemann,

natürlich ist eine Ausgleichsmasse bei diesen Einbaudicken heftig teuer, ist aber beim Einbau komfortabel. Falls du keine Angst hat auf Knien rumzurutschen kannst du auch einen normalen Estrichmörtel oder auch Zementmörtel nehmen. Wichtig ist vor allem, dass du einen guten Haftverbund zwischen Neu- und Altestrich schaffst. Dass macht man am besten mit einer Baudispersion, die mit Zement, Wasser und Sand zu einer Haftschlämme angerührt wird. Diese streichst du dann auf den sauberen und vorgenässten Alt-Estrich und bringst den neuen Estrich- (oder Zement-)mörtel frisch-in-frisch ein (gaaanz wichtig!!!) Dann wird der verdichtete Mörtel über Lehren abgezogen und abgerieben...fertig.
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[Up] #5
chuck
Alter Hase
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Beigetreten: 03.06.2008 10:29:32
Beiträge: 997
Betreff: AW:
Ich stell mir grad vor wie ein Laie 2 cm Zementmörtel gerade ziehen will.... hihi, bis der am Raumende ist ist die Haftschlämme schon trocken. Außerdem ist eine mindestärke von 5 cm vorgeschrieben laut DIN.
Also wenn selbst manche Estrichböden unter den Belegen bröslig werden was passiert da wohl mit Mörtel ? Glaube mir ich habe schon sehr viele kaputte Estrichböden gesehen. Wenn dir die Ausglichmasse zu teuer ist dann lege hlt V 100 Platten rein wenn die in genau deiner höhe gibt.
Mörtelmann : Wo kann man 2-3 cm Lehren kaufen ?
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[Up] #6
Kollemann
Neu hier
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Beigetreten: 30.08.2009 20:18:35
Beiträge: 6
Betreff: AW:
Hallo zusammen,
erst mal Danke für die ersten Antworten.

Nun muss ich aber nochmal nachfragen, da ich´s noch nicht richtig verstanden habe.
Der Basisboden ist ja schon drinnen. Estrich mit 7 cm.....

Auf diesen möchte ich die Höhen zwischen den 2 Zimmern ausgleichen 2-3 cm.
Wenn ich jetzt estrich oder Fließetsrich auf den vorhandenen Estrich draufmach
habe ich doch einen stabilen Untergrund ,oder?
Da kann doch nichts durchbrechen beim betreten, meine ich zumindest, oder liege ich da jetzt falsch.....

Wo ist eigendlich der Unterschied zwischen Estrich, Fließestrich und der Ausgleichsmasse ?

Gruss an euch !
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[Up] #7
chuck
Alter Hase
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Beigetreten: 03.06.2008 10:29:32
Beiträge: 997
Betreff: AW:
Googl mal DIN 18560 Estriche bei Wikipedia.
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[Up] #8
Heri
Alter Hase
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Beigetreten: 20.07.2008 13:09:31
Beiträge: 163
Betreff: AW:
Hallo,
erstmal vorne weg, die Angaben bei Wikipedia stimmen nicht. In der DIN 18560 Teil 3 steht das der Verbundestrich nicht weniger als das dreifache des Größtkorn des Zuschlages betragen soll.
Als Laie 2 oder 3cm stark zu spachteln bzw.mit Standfester Spachtelmasse auszugleichen ist wahrscheinlich genauso schwierig wie 2-3cm starken Zementestrich einzubringen.
Wenn der Estrich richtig eingebaut wird dann hält er auch.
Untergrund gut sauber machen und dann auch am Tag zuvor vornässen bis zur Sättigung, bei dem Estricheinbau darf jedoch kein Wasser stehen (mit Schwamm auftupfen), es soll nur feucht sein. Eine Haftschlämme oder eine Dispersionsgrundierung auftragen, Estrichmörtel frisch in frisch drauf, gut verdichten,abziehen mit einer Wasserwaage, abreiben und glätten. Vor Einbau des Estriches aber an den Wänden einen Randdämmstreifen stellen.
Wenn du den Estrich vornäßt mußt du aber darauf achten das dein alter Estrich nicht zu nass wird, weil sonst das Wasser durch den Estrich in die darunter liegende Dämmung kommt.
Gruß
Heri
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[Up] #9
chuck
Alter Hase
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Beigetreten: 03.06.2008 10:29:32
Beiträge: 997
Betreff: AW:
Heri , ein Laie kann das nicht spachteln das wird dellig wie sau und dann muß er wieder alles rausklopfen und außerdem bekommt er nicht genau auf seine 2-3 cm. Mit Wasserwaage abziehen können nur Profis die das öfter machen. Beim abreiben wird dann dellig. Ausgleichmasse ist das einzige was er machen kann meiner Meinung nach. Außerdem wollte er Estrichbeton nehmen.Der wird bröslig bei 2 cm.
Erklär ihm noch die Unterschiede zwischen Estrich, Fließestrich (er meint sicher ausgleichmasse) oder Ausgleichmasse (Nivelierspachtel) !!
Ich wills nicht erklären soviel kann ich gar nicht schreiben (Estrichleger 3 Jahre Lehrzeit) .
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[Up] #10
Heri
Alter Hase
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Beigetreten: 20.07.2008 13:09:31
Beiträge: 163
Betreff: AW:
Hallo,
kleine Estrichkunde:
Estrichbeton genau genommen gibt es gar nicht. Zementestrich besteht aus Zement gewaschenen Sand mit Körnung bis normal 30% 8mm Größtkorn. Er wird je nach Estrichleger zwischen Erdfeucht und Plastisch eingebracht.
Beton hat eine ganz andere Zusammensetzung. Zum Beispiel: Größtkorn kann 16mm,32mm oder auch 64mm haben, es sind auch Füllstoffe enthalten, die im Estrich nichts zu suchen haben.
Fließestrich wird meist auf Gipsbasis hergestellt. Er wird gegossen. Seine Konsistenz ist in etwa wie Pfannkuchenteig.
Niveliermasse, Ausgleichsmasse und Spachtelmasse sind dasselbe. Es ist bei Spachtelmasse darauf zu achten in welcher Schichtstärke die Spachtelung erfolgen soll. Es steht in der Regel auf den Säcken für welche Schichtstärke sie geeignet ist. Fertig angerührt ist sie fast flüssig.
Standfeste Spachtelmasse ist für größere Schichtstärken. Sie kann mit Quarzsand gestreckt werden. Sie wird steif eingebaut. Da man sie nur schwer gerade einbauen kann, wird meist anschließend noch einmal fein gespachtelt.
Zurückzukommen auf die Frage wie man das am besten ausgleicht.
Wenn man absolut keine Ahnung vom Spachteln oder vom Estrichlegen hat, dann sollte man sich überlegen ob man sich nicht solche Platten wie Chuck vorgeschlagen hat einbaut. Oder ob man sich einen Fachmann holt und es sich machen lässt.
Gruß
Heri
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