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[Up] #1
Zander
Neu hier
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Beigetreten: 04.03.2010 14:21:19
Beiträge: 3
Betreff: Stahlzargen ausbauen
Hallo zusammen!

Nachdem so ziemlich alles renoviert ist (Innenputz, neue Fliesen bzw. Laminat), ist meine Regierung auf die Idee gekommen Glastüren haben zu wollen. Also, Glaser angerufen und der hat festgestellt, dass die eingebauten Stahlzargen krumm und schief sind. Nichts geht.... smilie

Meine Frage: Kann man die Stahlzargen rausbauen, ohne das sehr viel kaputt geht? Wie bekommt man die überhaupt raus?

Danke für jede Antwort/Idee!!!

Gruß, Zander
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[Up] #2
osnah
Alter Hase
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Beigetreten: 22.08.2009 20:07:57
Beiträge: 67
Betreff: AW:
Wenn die Zargen fachmänisch eingebaut wurden müssten diese jeweils in der Mitte und ca. 20-25 cm von unten angeschraubte oder genagelte Schienen haben. Die kann man mit der Flex durchtrennen. Entweder ist die Zarge dann mit Zementmörtel oder mit Schaum gesetzt worden. Du musst diese dann evtl unten auch noch abtrennen damit Du diese zusammen knicken kannst. Ohne Dreck geht natürlich garnix.smilie
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[Up] #3
Zander
Neu hier
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Beigetreten: 04.03.2010 14:21:19
Beiträge: 3
Betreff: AW:
Danke für die schnelle Antwort!

Dreck wäre ja ok, meine Regierung soll doch auch Spaß bekommen! smilie

So weit ich das verstanden habe, müßte ich also folgendes machen:
1) Die Schienen durchtrennen. (Kann ich mir irgendwie schlecht vorstellen. Wo muss ich da lang schneiden?)
2) Die Zargen nach innen weg biegen.
3) Unten werde ich wohl mit der Flex langschneiden müssen, oder? Ich habe mal gelesen, dass die unten auch verbunden sein können.

Wie hoch ist die Gefahr, dass die Fliesen was abbekommen?

Gruß, Zander
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[Up] #4
osnah
Alter Hase
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Beigetreten: 22.08.2009 20:07:57
Beiträge: 67
Betreff: AW:
An der Zarge ( Wandseite ) sind in der Mitte und ca. 20-25 vom Boden Bügel am Mauerwerk verschraubt. Diese sind zur versteifung der Zarge nötig um ein verziehen beim Einbau austuschließen. Danach werden sie eingeputzt.
Diese kannst Du mit der Metallscheibe durch das Mauerwerk durchtrennen.
Viel Erfolg.smilie
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[Up] #5
Reibesliese
Alter Hase
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Beigetreten: 11.10.2008 22:30:44
Beiträge: 467
Betreff: AW:
Schritt 1 - Handelt es sich um Mauerwerk/Beton oder eine Ständerwerkswand (GK-Wand)?
Schritt 2 - Bei Ständerwerk überspringen, bei Mauerwerk mal an die Zarge klopfen (rechts/links/oben), klingt die Zarge hohl ist es gut, wenn nicht, gibts Ärger mit der Regierung.
Schritt 3 - Hat die Zarge einen Bodeneinstand? Wenn nicht, ist es gut. Wenn doch, dann gibts Ärger mit der Regierung.

Der einfachste Fall wäre eine Zarge im Ständerwerk ohne Bodeneinstand. Die Zarge ist mit dem Ständerwerk verschraubt, d.h. Wand umlaufend einseitig öffnen. Da reicht ein scharfes Cuttermesser. Die Beplankung so demontieren, dass eine neue Beplankung ohne viel Aufwand möglich ist, also mittig Ständer treffen.

Bei Mauerwerk/Beton kann die Demontage durchaus einfacher sein. Klingt die Zarge hohl oder hat einen hellen Klang, ist sie nicht mit Mörtel vergossen. Das erleichtert. Wenn ein Bodeneinstand vorhanden ist, ist der Bodenbelag angrenzend fällig, es sei denn die Demontage gelingt ohne Beschädigung. Mit Hammer und Meißel hausfrauenfreundlich ca. 2 cm umlaufend beidseitig an der Zarge den Putz abschlagen. Nun wirst du die beschriebenen Befestigungslaschen finden und feststellen, ob die Zarge verschäumt wurde. Laschen aufflexen, Schaum aufschneiden (dünnes Sägeblatt oder dünnes Stahlseil), die Zarge dürfte Dir entgegenfallen. Fertig ist die Rohbauöffnung.

Sonderfall: Zarge mit Gegenzarge, erkennst du an einer schmalen Anschlußfuge umlaufend in der Türleibung. Hier beginnt die Demontage auf der Bandgegenseite.

Hinweis: Bei einer hintermörtelten Zarge (vorsichtshalber mal prüfen ob es eine Brandschutztür ist, das steht auf einem sichtbaren Blechschild) hilft nach Trennung der Laschen meist nur rohe Gewalt oder ein Stemmhammer und das macht richtig Dreck.

Und übrigens gibt es sogenannte Renovierungs- oder Sanierungszargen. Da braucht man die vorhandene alte Zarge nicht auszubauen. Falls du damit nichts anfangen kannst, schau dir mal die Website der Fa. Schörghuber an, dort findest du Kompendien (als PDF) für alles mögliche im Zusammenhang mit Türen.
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[Up] #6
Zander
Neu hier
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Beigetreten: 04.03.2010 14:21:19
Beiträge: 3
Betreff: AW:
Hallo!

Das sind ja schon mal sehr brauchbare Antworten! Vielen Dank erstmal!!!

1) Es handelt sich um Mauerwerk.
2) Wenn ich an der Zarge entlang klopfe, dann hört sich das wirklich größtenteils hohl an!
3) Die Stahlzarge ist auf beiden Seiten "umgebörtelt", d.h. auf beiden Seiten scheint so'n Rand um das Mauerwerk zu sein.
(Sorry, bin Software-Fuzzy, daher nicht der super Handwerker)
4) Was sind denn ein Bodeneinstand und ein Ständerwerk?

Danke für eure Hilfe! Ich denke, ich werde einfach mal eine Zarge rausbauen. Wenn's gut klappt, dann nehme ich die anderen auch raus. Wenn's nicht klappt, dann lasse ich es bei der einen...

Viele Grüße!
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[Up] #7
Hornie
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Beigetreten: 04.09.2017 16:49:28
Beiträge: 9
Betreff: Aw: Stahlzargen ausbauen
Moin,

ja so etwas habe ich auch mal gemacht. Es hat eigentlich alles ganz gut geklappt, bis auf den ganzen Dreck den ich noch Wochen später in der Wohnung hatte. Meine Frau hat dann immer gewitzelt, dass es so dreckig ist, wie bei Dirty Talk - Telefonerotik mit der schnellen Nummer.
Also darauf sollte man vielleicht achten, aber ansonsten gab es wie gesagt keine größeren Probleme beim Ausbau.

Lg
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