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[Up] #1
agenki
Neu hier
Offline
Beigetreten: 07.01.2011 15:25:58
Beiträge: 1
Betreff: Sanierung bei Schimmelproblem
Hallo zusammen,

im vergangenen September bin ich umgezogen und wohne nun in einem 80 Jahre alten Haus mit Holzböden. Direkt über meiner Wohnung befindet sich der (unisolierte) Dachboden.

Kurz nach meinem Einzug habe ich von einem weiteren Mieter erfahren, dass diese Wohnung rund 4 Monate unbewohnt war und dass im Frühsommer nach einem unentdeckten Wasserschaden hier ein bedeutender Schimmelbefall saniert wurde.

Der Schimmel hatte sich laut Aussage sowohl im Flur (Decke und Aussenwand), als auch im Schlafzimmer eingenistet.

Es hieß, dass der Schimmel mit Chemikalien sowie einen Sperranstrich saniert wurde. Womit genau, weiss ich nicht.

Auffällig ist, dass im Flur bei geschlossenem Fenster ein leichter, süßlich-muffiger Geruch vorhanden ist. Das Schlafzimmer ist ganz ganz leicht muffig.

Da ich ziemlichen Respekt vor Schimmel habe, habe ich bisher folgendes unternommen:

1. Installation von neuen Heizkörpern im Flur und Bad.
2. Messungen von Luftfeuchtigkeit in Flur, Bad und Schlafzimmer. Ergebnisse: 58-62% (je nach Aussentemperatur und -feuchtigkeit; mal mit, mal ohne Heizung) bei knapp 20°C Innentemperatur.
2. Entfernung von Restschimmelflecken, neu-Verputzung der Wandfläche und Streichen mit Silikatfarbe (habe diese hier von Sto verwendet)

Nun meine Fragen:

1. Kann von der "Chemiekeule" noch eine gesundheitliche Gefährdung durch Ausdunstungen ausgehen?
2. Sind die Feuchtigkeitswerte ok oder soll ich mir lieber einen Luftentfeuchter kaufen?
3. Was ist von der beschriebenen Sanierungsmassnahme zu halten?
4. Was ist "Sperrgrund" und kann der Schimmel dahinter überleben?

Danke für Eure Antworten. Ich würde furchtbar ungern schon wieder umziehen!
Mit besten Grüßen
Agenki
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[Up] #2
WernerB
Stammtisch-Meister
Offline
Beigetreten: 09.11.2004 12:00:00
Beiträge: 1895
Betreff: AW:
Hallo Agenki,

Schimmel kann man natürlich nicht auf die leichte Schulter nehmen. So wie es aussieht, wurden die Räume ja umfangreich gegen die Schimmelplage bearbeitet. Wenn man davon ausgeht, dass das alles fachlich gut gemacht wurde, dürften keine gesundheitlichen Probleme auftauchen.
Die Raumluftfeuchtigkeit, die du gemessen hast, sollte nicht überschritten werden. Man sagt, dass ab 60% Luftfeuchtigkeit Schimmel entstehen kann. Am besten lüftest du 2-3 mal pro Tag, um die Feuchtigkeit aus dem Raum zu bringen. Die Heizkörper in der Zeit des Lüftens abdrehen. Die Wohnräume soweit beheizen, dass du auf mind. 20°C kommst. Im Schlafzimmer reichen 17°C. Die Verwendung von Sperrgrund ist nur eine zusätzliche Maßnahme und reicht nicht für eine generelle Schimmelbekämpfung aus.

Viele Grüße
Wernersmilie
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