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[Up] #1
Oedter
Neu hier
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Beigetreten: 20.03.2011 11:49:58
Beiträge: 6
Betreff: Klickparkett Reif für die Tonne ???
Hallo,

wir haben vor ca. 3/4 Jahr im OG Klickparkett Buche (Seidenmatt lackiert, ca. 3mm Nutzschicht Buche, MDF-Zwischenlage, Unterlage Holz) auf 3mm Dämmung verlegt, darunter Folie, Trockenestrich, Schüttung, Betondecke.
Wir sanieren gerade das Erdgeschoss, es ist dort erdfeuchter Anhydritestrich eingebracht worden (55 m² ca. 5 cm Dick) und nun haben wir festgestellt, das sich das Parkett im Obergeschoss an den Aussenwänden leicht wölbt ( dieletzten 3 Bretter zur Aussenwand hin)
Die einzelnen Bretter wölben sich mittig leicht hoch, an den Rändern liegen sie auf.
Unter Betten ist dieser Effekt etwas stärker vorhanden.
Es ist ca 1-1,5 cm Rand Parkett-Wand vorhanden.
Wir haben normale Temperaturen in den Zimmern, die Luftfeuchte liegt wegen der Estrichtrocknung (seit 4 Wochen drin) z.Z. bei etwa 60% angefangen bei 70%.
Nätürlich wird auch gelüftet.
Habe mal die Wände mit einem Feuchtemesser BurgWächter PS7400 (ich weiss, ist ein besseres Schätzeisen, aber besser als nix smilie )abgetestet und dort sind die Werte zwischen 0.3 und max. 1.3% (hinter Bett).
Meine Frage dazu, kann ich das Parkett im Obergeschoss wegen der Estrichfeuchte im Erdgeschoss vergessen oder geht es wieder runter wenn alles trocken ist und die erste Estrichausheizung beendet ist ????
Danke und Grüsse.

Frank
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[Up] #2
Reibesliese
Alter Hase
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Beigetreten: 11.10.2008 22:30:44
Beiträge: 467
Betreff: AW:
Wenn möglich - Holzfeuchte messen und Werte übermitteln. Unabhängig davon, durch den Einbau einer Folie, wie beschrieben, und sofern sie denn dampfdiffusionsdicht ist, sollte Feuchtigkeit "von unten" nicht die Ursache sein. Bleibt nur die Raumfeuchte oder ein Wasserschaden (unter dem Bett vielleicht nicht allzu abwegig, weil schwache Blase). Die Restfeuchte des Holzes kann es nicht gewesen sein. Warum liegt da eigentlich eine Folie? Oder besser - welche Funktion soll die Folie denn übernehmen?

Bei einer genügend bemessenen Dehnungsfuge sollte es zu keiner Zwängung des Parketts kommen. Durch die Oberflächenversiegelung des Parketts ist die Anfälligkeit des Parketts gegenüber wechselnden Luftfeuchtigkeiten begrenzt.

Wurde die Verwerfung des Parketts erst mit dem Estricheinbau festgestellt?
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[Up] #3
Oedter
Neu hier
Offline
Beigetreten: 20.03.2011 11:49:58
Beiträge: 6
Betreff: AW:
Hallo,

also die Feuchte am Parkett liegt an den betroffenen Brettern - gemessen mit dem BurgWächter - aktuell zwischen 0,2 und 0,5%.
Es ist eine diffusionsdichte Folie, warum die drunter ist weiss ich eigentlich auch nicht wirklich, wurde uns zu geraten....
Ein Wasserschaden - egal vorher - liegt nicht vor, Rohre und Blase dicht smilie
Die Verwerfung ist uns erst heute aufgefallen, vorher war alles ok.
Wir haben z.z. um Erdgeschoss keine Türen, daher könnte die Feuchte aus dem Estrich schon ungehindert durchs Haus.
Ich gehe mal davon aus, das es mit dem Estrich zusammenhängt, berufsbedingt können wir unter der Woche nur abends lüften, am Wochenende sind oft die Fen ster auf.
Legt sich das Parkett bzw. die Bretter wieder, oder müssen wir die ersetzen ??
Danke und Grüsse.
Frank
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[Up] #4
WernerB
Stammtisch-Meister
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Beigetreten: 09.11.2004 12:00:00
Beiträge: 1729
Betreff: AW:
Hallo Frank,

die Wölbungen im Parkett werden leider nicht mehr zurückgehen und wirst um ein Austauschen nicht rumkommen. Wenn Folie drunter liegt - kann es sein, dass diese nicht vollständig bis zur Wand und am Rand nach oben verlegt ist. Der Zweck der Folie sollte ja sein, dass aufsteigende Feuchtigkeit durch die wannenartig verlegte Folie nicht ins Material eindringt sondern hinter den nach oben gezogenen Folienrändern nach oben abgeleitet wird. Ob bei dir nun die Feuchtigkeit des darunter liegenden Raumes die Ursache ist, kann ich leider nicht sagen. Eigentlich wäre die Folie in deinem Fall nicht nötig.

Gruß
Werner
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[Up] #5
Sharif
Alter Hase
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Beigetreten: 26.12.2009 13:49:13
Beiträge: 237
Betreff: AW:
Ich hätte auch mal eine Frage in dieser Richtung.
Kann man bei Klick-Fertigparkett einzelne Bretter auswechseln - also Parkett wieder schadlos aufnehmen und die Bretter die gut sind wieder verwenden ?
z.B. bei einen partiellen Wasserschaden, wenn man noch welche im (trockenem) Keller hat.
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[Up] #6
Reibesliese
Alter Hase
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Beigetreten: 11.10.2008 22:30:44
Beiträge: 467
Betreff: AW:
Kurzer Einwurf zur Folie. Man hätte sie nicht gebraucht, jedoch bei Einbau sollte sie direkt auf der Rohdecke liegen. Letztendlich ist die Folie nicht Ursache der Parkettverwerfung. Rückbau nicht erforderlich, nur ein kleiner zu verschmerzender Schönheitsfehler.

Kurzer Einwurf zur Feuchtigkeitsmessung. Da gibt es nicht viel zu sagen, außer das sie falsch ist. Ich gehe davon aus, dass die Messung an der Oberfläche ausgeführt wurde und da gibt es nix zu messen. Immerhin ist da eine Lackfläche dazwischen. Wenn überhaupt, dann ins Holz picksen und alles was nicht annähernd bei 9% liegt kann getrost im Zuge der Mülltrennung verwertet werden.

Zum Fertigparkett.

Buche ist ein Holz, dass unheimlich gern Feuchtigkeit aufnimmt. Bei Bucheparkett wären das, bspw., quer zur Holzfaser etwa 0,31% je 1% Feuchtigkeitsänderung. Daraus resultiert dann das Quellen/Schwinden. Um das Quellen und Schwinden des Holzes möglichst gering zu halten, muss Parkett mit einer entsprechenden Holzfeuchtigkeit von ca. 9 % + 2 % (als Mittelwert) eingebaut werden. Ist das Holz bei der Lieferung zu trocken, dann entsteht in Räumen mit erhöhter Luftfeuchte (über 60%) in der Parkettfläche ein Quelldruck, der zur Aufwölbung führt bzw. führen kann.

Es kann also gut möglich sein, dass die Ursache des jetzigen Schadens auf den Einbau eines zu trockenen Parketts zurückzuführen ist (Schutzfolie zu zeitig entfernt). Allerdings ist unbestritten, dass die erhöhte Raumluftfeuchte zum Quellen des Parketts geführt hat (wenn man einen Wasserschaden ausschließen darf). Eine Reparatur ist mit einem Austausch der beschädigten Dielen verbunden, ansonsten wäre eine Heißbedampfung unter Zuhilfenahme eines entsprechenden Gewichtes (ev. 1-2 Tonnen Betonplatten, o.ä.) natürlich mit Beachtung der Deckentragfähigkeit anzuraten. Einen besseren Vorschlag habe ich nicht und es bewahrheitet sich immer wieder - die Natur nimmt keine Rücksicht.

Schlußwort. Klick-Parkett kann man durch Entklicken austauschen. Sicherlich aufwendig, wenn die zu wechselnde Diele mitten im Raum liegt. Ein Herausschneiden macht wenig Sinn, der Verbund wäre hinüber. Es sei denn, das Parkett ist mit dem Unterbau verklebt. Dann wäre aber Klick-Parkett auch nicht nötig gewesen.
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