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[Up] #1
Gelöschter Benutzer
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Beigetreten: 01.01.1970 01:00:00
Beiträge: 0
Betreff: altes Fachwerk
Ich habe ein altes fachwerkhaus gekauft und mein problem ist das die eine außenwand nur eine 11,5cm dicke einstein wand ist, der lehmputz hat sich schon verabschiedet. außen sind schindeln vorgesetzt wurde aber aus optischer sicht gern das fachwerk wieder freilegen. iInnen wurde eine fermacell-platte vorgesetzt. es pfeift aber aus allen ritzen. wie kriege ich das dicht?
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[Up] #2
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Erika Krause
Stammgast
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Beigetreten: 24.03.2005 14:22:46
Beiträge: 20
Betreff: vielleicht Fachwerk aufdoppeln ???
Hallo,
ich kann dir mal berichten wie das mein Nachbar gemacht hat.
1. Fachwerk wieder freigelegt (in deinem Fall von Schindeln und der Unterkonstruktion befreien)
2. auf das komplette Fachwerk ca. 6cm dicke gehobelte Balken (in Fachwerkbreite) aufgedoppelt smilie
3. die Zwischenräume zwischen den Balken mit Styropor gedämmt (Stärke: 5cm)
4. das Styropor verputzt (Dämmputz + Strukturputz)
5. die Balken dunkel und den Putz hell gestrichen
Kann mir zwar vorstellen, dass das teuer war, aber das Ergebnis kann sich aber wirklich sehen lassen. smilie
Ich hoffe, dass ich dir ein wenig helfen konnte.

Gruß
Eri.
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[Up] #3
Gelöschter Benutzer
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Beigetreten: 01.01.1970 01:00:00
Beiträge: 0
Betreff: Fachwerksanierung
Fachwerk sollte m.E. genau so wieder aufgebaut werden, wie es urasprünglich war.
Deshalb folgende Empfehlung:
Fachwerk freilegen, schadhafte Holzteile ersetzen, mit Bimsplatten oder Poroton-Ziegel ausmauern und anschließend verputzen, aber mit Sand, Kalk und Trasszement. Anschließen Grundieren und streichen.

Weiterer Tip: Denkmalpflege anrufen und Problem schildern. Die helfen gerne weiter.

Viel Spaß und Mut bei der Arbeit
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[Up] #4
Gelöschter Benutzer
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Beigetreten: 01.01.1970 01:00:00
Beiträge: 0
Betreff: AW:
was ist wenn ich das ganz einfach von innen angehen würde? So mit Styropor und Gipskarton??? muß ich das hinterlüften??? vorher erputzen und dann dämmen???
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[Up] #5
Gelöschter Benutzer
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Beigetreten: 01.01.1970 01:00:00
Beiträge: 0
Betreff: AW:
M.E. erscheint hier eine Isolierung von innen sinnvoll. Zwischen Fachwerk und Innenisolierung aber auf jeden Fall min. 4 cm Hinterlüftung (Dachlatte vertikal).
In Stärke der Isolierung mit Dachlatten o.ä. horizontal aufdoppeln. Isolierung aus Glas- oder Steinwolle (ab 12 cm) erscheint sinnvoller als Styropur , da sich Nager (Mäuschen) sehr wohl darin fühlen können. Dampfsperre (Folie) zwischen
;auerwerk und Innenisolierung nicht vergessen. Innenisolierung dann mit Gipskarton, besser Fermazell oder Holz-Profilbretter verkleiden.

Viel Frende am Werkeln
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[Up] #6
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Feierabendheimwerker
Alter Hase
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Beigetreten: 12.08.2005 12:00:00
Beiträge: 486
Betreff: würde gern...
Allesamt gute Tips.
Jedoch erwähntest Du, daß du es aus optischer Sicht "gerne" beim Sichtfachwerk belassen würdest.
Wenn's der Geldbeutel hergibt, dann lies nicht weiter.
Wenn nicht, dann pfeif auf das Optische!!!
Falls es Dir schon aufgefallen ist, Brennstoffe (außer Holz, und das kostet Schweiß) sind empfindlich teuer geworden.
Mach Deine Hütte von außen dicht! Die Energiekosten orientieren sich vor Allem an der Gesamtaußenfläche. Wenn Du Innenwände dämmst hast Du immernoch die Stellen an denen eine Innenwand an die Außenwand trifft. In Deinem Fall eine klassische Wärme-/ Kältebrücke.
Den ganzen Spaß kannst Du dann von außen immernoch schön verputzen/verklinkern etc.
Da gibt es sehr viele Möglichkeiten. schau Dich nur mal dahingehend im Web oder in Deinem Heimatstädtchen um.

Gruß
Andi :rolleyes:
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[Up] #7
wutschel
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Beigetreten: 06.04.2006 01:59:09
Beiträge: 1
Betreff: Eijeijei
Also:

Ich würde das Ganze klassisch aufbauen. Alles, was mit Luftschichten, Innendämmung, Zement oder anderen modernen Dingen zu tun hat, ist bei diesen Häusern auf keinen Fall zu empfehlen. Das Einzige, was dauerhaft ginge, wären Tonziegel mit einem Luftkalkmörtel oder, noch besser, Kalkputz auf Träger aussen, Leichtehmsteine als Ausfachung und ein dicker Strohlehmputz dahinter als Dämmung. Die Materialien dazu kann man auch neu erwerben.
In meinem Haus haben die Vorbesitzer auch mit derartigem Material, Luftschichten, Dämmwolle etc gearbeitet. Das Sahnehäubchen in dem ganzen Cocktail war allerdings die mit Zementmörtel ausgefachte Aussenwand. Die Balken darin kann ich grösstenteils wegschmeissen bzw. in den Ofen schieben. Ich bin gerade dabei, den vor acht Jahren bereits rausgerissenen Kram, der ausser schlechter Luft und an- bis verfaulten Balken nichts brachte, durch genau solche Materialien zu ersetzen.
Also mein ganz dringender Rat: Vorsicht bei allem, was mit Fachwerk zu tun hat! Fachwerkhäuser funktionieren nicht wie Neubauten.

Meine ganz dringende Empfehlung: Lies Dich zuerst mal über Bauphysik schlau. Und überlege dann, wie Du vorgehen willst oder suche Dir einen Spezialisten. Der Denkmalpfleger wird Dir wahrscheinlich ähnliches, nur detaillierter, erzählen.

Gruss

Wutschel
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[Up] #8
Tüftler
Alter Hase
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Beigetreten: 22.02.2006 17:06:57
Beiträge: 148
Betreff: Fachwerk ist wunderschön...
...Du kannst erst mal drauf los sanieren und später alles wieder ausmärzen...

Hab mal nach einem Fachwerkhaus ausschau gehalten, mir im WWW angeguckt, W-I-E aufwendig das wiederhergestellt werden muss... und dann die Finger weggelassen:
Entscheident für die Art und Weise (so sagt der Restaurator) ist unter anderem, wieviel Wasser an die Außenwand prasselt (Schnittwerte). Längs- und Querbalken werden unterschiedliche Bedeutung zubemessen (Längsbalken lassen Wasser anders abfließen - auf Querhölzern bleibts länger stehn...)
Jedoch müssen Risse in den Balken ausreichend behandelt werden, weil Krabbelviecher oder Pilze Einzug halten wollen/werden...
Die verwitterte Oberfläche der Balken sollte mit einer Art Kunststoffgranulat gesandstrahlt werden, damit anschließend Umständehalber aufgearbeitet werden kann... und wenn möglich mit Holz das gut abgelagert, jedoch nicht trockengepresst....

Ich hör hier auf, um Dir nicht den ganzen Entusiasmus zu nehmen - Du wirst ihn brauchen. Mach Dich ausreichend schlau und sete Deiner Muskelhypothek Grenzen, wo Du mehr Schäden anrichtest als Nutzen davon trägst.

Bevor Du aber bei der Denkmalschutzbehörde anfragst, hör Dich um, welche Erfahrung andere bereits gemacht haben - es gibt hier echte Unterschiede an Sachbearbeiter...

Tüftler
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[Up] #9
schreinermanolli
Alter Hase
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Beigetreten: 11.03.2006 21:30:07
Beiträge: 50
Betreff: AW:
Schließe mich da an
wenn man es richtig machen will, kostet es eine Stange Geld und wenn man es selber macht, viel Zeit, insbesondere Wissen (Bauphysik, denn hier sind ökologishce Baustoffe sehr wichtig) und Kraft! ;o)
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[Up] #10
ElCatalan
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Beigetreten: 27.06.2006 00:17:24
Beiträge: 7
Betreff: altes Fachwerk...
Hiho!

Das Thema ist zwar etwas älter, aber sicher nicht verjährt. Ich wollte noch meinen Senf dazugeben:

1. Schönes Fachwerk: Alte Fachwerkhäuser wurden zumeist von außen voll verputzt, denn das Holz vertrug damals nicht mehr als Heute und das Problem war bekannt.

2. Innendämmung: Luftschicht hin oder her, da ist trotz Dampfsperre ein Taupunkt drin, direkt auf der Innenseite der Außenwand. Das ist ziemlich gefährlich (Pilz)

3. Man muss sich unbedingt mit dem Denkmalschutz in Verbindung setzen, denn beim Erwerb eines solchen Hauses hat man nach neuesten Richtlinien auch einige Probleme (EnEV, Energiepass). Wenn man anfängt von außen zu renovieren, dann ist man plötzlich in der gesetzlichen Pflicht das nach neuesten Richtlinien zu machen, und die schreiben einen mindesten Dämmwert vor. Da wird man dann ungefähr bei 14cm. Dämmung liegen.

ciao,
Daniel
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