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FeliStruck
Stammgast
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Beigetreten: 27.10.2015 08:22:56
Beiträge: 21
Standort: Gemünden
Betreff: Messung von Wärme
Hallo nochmal,

mir fiel gerade beim Durchschauen der Themen eine Frage ein, die ich bei meiner privaten Wohnung habe. Es gibt ja die Möglichkeit den Austritt der Wärme durch die Wände von einem Fachmann messen zu lassen.
Weil ich nun das Gefühl habe, dass unsere Wände (sind erst im Frühjahr hier eingezogen) scheinbar nicht allzu gut isoliert sind, würde ich das gerne einmal prüfen wollen.

Daher möchte ich wissen, ob es eine Möglichkeit gibt, das als kleiner Mann mal an einem ruhigen Samstag zu prüfen. Kann man sich vielleicht bei einem Hornbach so ein Gerät wie es der Fachmann hat ausleihen?

P.S.: Kaufen kommt eher weniger in Frage. Das ist halt eines dieser Dinge, die man einmal benutzt und dann nie wieder. Also von daher wäre leihen eine umgänglichere Lösung.

Dieser Beitrag wurde 1 mal geändert. Die letzte Änderung war am 27.10.2015 09:25:51.

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Reibesliese
Alter Hase
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Beigetreten: 11.10.2008 22:30:44
Beiträge: 467
Betreff: Aw: Messung von Wärme
Geräte, man nennt sie Wärmebildkameras, kann man für einen Tagessatz ab ca. 70 € mieten. Allerdings nicht bei Hornbach. Deine nächste Mietstation wäre Kassel. Ggf. könnte es zu einem Mindestmietsatz von 3 Tagen kommen, das liegt am Vermieter.

Der Gebrauch ist recht einfach. Sofern Du einigermaßen wärmebedürftig bist sollte die Innentemperatur Deiner Wohnung bei min. 20 Grad liegen. Wärmebildkameras arbeiten erst effektiv bei einem Temperaturunterschied von 15 Kelvin, die Außentemperatur sollte daher nicht über 5 Grad betragen. Sonneneinstrahlung verfälscht die Messung. Diffus, Dämmerung oder ganz dunkel. Das Ergebnis wird Dich hinsichtlich Fahrt- und Mietkosten beeindrucken. Die aufgenommene Fläche wird blau mit roten Streifen oder rot mit blauen Streifen oder orange oder gelb oder gänzlich rot, jedenfalls bunt sein. Anhand einer farbigen Skala im Display der Kamera kann man annähernd die Temperatur der zu messenden Fläche bestimmen. Mehr nicht. Man kann nur schlussfolgern, je ungedämmter die Wand desto rotintensiver das Bild, d.h. viel Verbrauch an Heizenergie, aber kein Schimmelbefall (vorausgesetzt die Innentemperatur bleibt konstant bei 20 Grad).

Für eine überschlägige Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) der Wand reichen als Alternative ein Laserthermometer (ca. 40 €) und zwei Hygrometer mit Temperaturmessung (je 10 €). Ein Hygrometer mißt die Außentemperatur, das zweite Hygrometer mißt die Innentemperatur, beide messen die Luftfeuchte, mit dem Laserthermometer wird die Oberflächentemperatur des Bauteils (Wand) gemessen. Die gemessenen Werte sollte man sich über einen gewissen Zeitraum notieren (Excel hilft). Im Internetz gibt es U-Wert-Rechner zum Ausprobieren. Du musst einmal die Wandstärke Deiner Außenwand messen (das funktioniert ganz gut bei geöffnetem Fenster). Bei der Gelegenheit kannst Du auch gleich mal an den Außenputz klopfen. Klingt der hohl, gibt es eine Außenwanddämmung, wenn nicht dann eben nur Putz. Im Rechner berechnest Du die Wand. Innenputz = Gipsputz, 10 mm, Außenputz hohl = 100 mm WDVS oder nicht hohl = 20 mm Kalkzementputz, das Mauerwerk ergibt sich aus der Differenz, Ziegel (KS) = 240 mm oder mehr. Das sind alles nur fiktive Annahmen. Im Rechner gibst Du die gemessenen Werte der Temperaturen und Luftfeuchte (außen und innen) ein. Mit dem Ergebnis der Berechnung erhältst Du die Oberflächentemperaturen der Wand. Die musst Du mit Deinen gemessenen Werten abgleichen. Stimmen die Werte nicht, ist der Wandaufbau nicht richtig. Wie gesagt, alles fiktiv, aber zur U-Wert-Bestimmung reicht es annähernd. Eine bessere Methode den U-Wert der Wand zu bestimmen ist die Wärmeflussmethode. Den ganzen Kram kannst Du bei Wiki nachlesen. Berechnen kann man das Ganze natürlich auch.

Interessant wäre zu wissen, was willst Du unternehmen wenn der Wandaufbau einer Felsenhöhle 100 v. Ch. entspricht? Und falls Unterstützung benötigt wird, ich helfe gern sofern es die Zeit zuläßt.
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